Herbert Meißner : »Trotzki und Trotzkismus - gestern und heute«

Eine marxistische Analyse

ISBN 978-3-939828-82-2, Taschenbuch, 192 Seiten, 13,50 €

   
Trotzki und Trotzkismus


Leo Trotzki war eine der imposantesten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Er war Revolutionär und enger Vertrauter Lenins, Gründer der Roten Armee und erfolgreicher Heerführer, Wissenschaftler und Schriftsteller sowie Begründer einer Strömung der Arbeiterbewegung, die seinen Namen trägt. Als Gegner Stalins wurde er aus der UdSSR ausgewiesen und 1940 im mexikanischen Asyl ermordet. Seine theoretischen und politischen Auffassungen sind international bis heute umstritten.

Der Trotzkismus hat infolge vieler Spaltungen und Zersplitterung keine einheitliche und in der Weltpolitik gewichtige Arbeiterorganisation hervorgebracht, bemüht sich aber ständig weiter darum. Auch in Deutschland gibt es mehrere Gruppierungen, die an Trotzkis Grundkonzept festhalten.

Erstmalig wird in der linken Literatur dieser Gesamtkomplex kritisch und sachlich, frühere Verleumdungen und Fälschungen korrigierend, andererseits Überhöhungen relativierend durchleuchtet. Dabei wird dem politisch interessierten Leser viel Information geboten, aber er wird auch zum Nach- und Neudenken angeregt.

auch als eBook:

 

 

Inhalt
Vorbemerkung • 1 Weshalb dieses Thema?
2 Wie Lew Dawidowitsch Bronstein zu Leo Trotzki wurde
3 Trotzki zwischen zwei Revolutionen (1905 – 1917) • 4 Trotzki und der Rote Oktober
5 Gründer der Roten Armee und Heerführer • 6 Die Entstehung des Trotzkismus
7 Theoretischer und ideologischer Hauptinhalt des Trotzkismus
8 Trotzki und der Stalinismus • 9 Die Gründung der IV. Internationale
10 Der Trotzkismus nach Trotzki • 11 Trotzkismus in Deutschland
Schlussbemerkungen • Anmerkungen • Personenregister

 


»Meißners Arbeit besticht durch dreierlei: Zum einen durch das strikte Bemühen, mit der historisch-materialistischen Theorie und Methode zu einem gerechten Urteil über Trotzki zu kommen und das verzerrtes Bild, das es immer noch auch bei gutwilligen Linken gibt, zu überwinden. Zum zweiten durch die von sozialistischer Parteilichkeit getragene Polemik gegenüber jüngeren Geschichtsklitterungen, was das Büchlein zu einer anregenden aktuellen Streitschrift macht. Und drittens wird deutlich, dass die bereits Trotzki umtreibenden Probleme längst nicht von der Geschichte überholt sind, noch heute sozialistische Politik und linke Bewegung beschäftigen.« – Heinz Niemann in »Neues Deutschland«


»Wir sollten also nicht mehr alle Schlachten der Vergangenheit erneut zu schlagen versuchen, sondern uns, soweit dies möglich ist den "Sachen" selbst zuwenden. Das erfordert, sich auch von Legenden zu verabschieden, die in den vergangenen Kämpfen entstanden - und die gelegentlich mal wieder hoch gespült werden. Ich habe zum Thema des Buches schon vor etwa fünfzehn Jahren einen Aufsatz "Trotzkismus ohne Legenden" in den "Marxistischen Blättern" veröffentlicht, danach meinten einige Genossen, ich liefe jetzt zu den Trotzkisten über - ist nicht geschehen!«
[...]
»Ein solches Buch darf nicht beim Historischen stehen bleiben, darum stellt Meißner mit Recht den Sozialisten aller Variation von heute die Aufgabe: Sucht nach gemeinsamen Mittel und Wegen zur Überwindung des Kapitalismus.« – Robert Steigerwald in »Unsere Zeit« 


»Und hier kommen wir zum zentralen Problem des rezensierten Buches: H. Meißner verurteilt die Stalin’sche Propaganda und Mordpolitik gegen die parteiinterne Opposition mit Trotzki an der Spitze, verteidigt aber praktisch die wesentlichen„stalinistischen“ Theorien, wobei der Begriff „stalinistisch“ hier wohlbemerkt nicht im Sinne der bürgerlichen Propaganda auf die Repression fokussiert. Insbesondere verteidigt er die Theorie des „Sozialismus in einem Land“ und behauptet, diese gehe auf Lenin und nicht, wie Trotzki und seine Anhänger behaupteten, als Widerspiegelung der Interessen der sowjetischen Bürokratie auf Stalin zurück.« – Anton Holberg auf »scharf-links.de«


»Insgesamt ist ein sachliches Bild des legendenumwobenen Revolutionsführers und Konkurrenten Stalins entstanden. Wer nicht die mehrbändigen voluminösen Biografien internationaler Autoren sowie die zahlreichen Reflexionen über Trotzkismus lesen kann oder will, wird in der vorliegenden Darstellung fürs erste genügend Informationen und Anregungen für die eigene Auseinandersetzung mit dem Thema finden.« – Jürgen Hofmann in »Leibniz intern« – Mitteilungen der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin


»Der frühere Professor der Deutschen Akademie der Wissenschaften der DDR, Herbert Meißner, hat eine «marxistische Analyse» über Trotzki und den Trotzkismus verfasst, in der er sich bemüht, dem großen Revolutionär gerecht zu werden. Allerdings sind die «poststalinistischen Eierschalen» noch vielfach sichtbar.« – Paul B. Kleiser in »Sozialistische Zeitung«




Preis: 13,50 EUR
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