Peter Michel: »Künstler in der Zeitenwende«

Autor*in Michel, Peter
Artikelnr. (für Bücher: ISBN): 978-3-95514-906-2
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Biografische Miniaturen und ein Prolog von Armin Stolper


Peter Michel, Kunstwissenschaftler, Chefredakteur der Zeitschrift »Bildende Kunst« der DDR, blickt zurück auf seine Begegnungen mit Künstlern. Ein sehr persönlicher, ein sehr »eigener Blick«. Wer die Arbeit Peter Michels kennt, weiß, dass er sich dabei nicht in Belanglosigkeiten ergibt. Seine "Biografischen Miniaturen« schaffen auf wenigen Seiten ein eindrückliches Bild der Künstler*innen und ihrer Werke.

Der Band ist mehr als ein »Nachschlagewerk« – Peter Michel schafft eine Gesamtsicht auf die bildende Kunst der DDR und wie das Mosaik einzelner Künstler*innen sich zu einer Kultur zusammensetzte, die der Menschlichkeit und nicht dem Kommerz verpflichtet war.

Mit 367 großformatigen Seiten, fadengebunden und festem Einband, mit farbigen Abbildungen auf Bilderdruckpapier wurde diesem Einblick in die Kunst der DDR und dem Blick auf die Menschen, die sie schufen ein angemessener Rahmen gegeben.


Armin Stolper schreibt in seinem Vorwort: 

»… Ich habe die beinahe sechs Dutzend hier abgedruckten Miniaturen mit großem Interesse, mit viel Gewinn für meine Herzens- und Geistesbildung, mit Zustimmung zumeist und sehr oft mit Scham gelesen. Denn von den vorgestellten Frauen und Männern, Menschen unterschiedlicher Nationalität, verschiedener künstlerischer Eigenart und Verve ohnehin, die Peter und Maria Michel kannten oder kennen, sind mir viele hier zum ersten Mal begegnet. Natürlich nicht die Leute der schreibenden und theaterspielenden Zunft, denen ich freundlich zuwinken konnte. Aber immer wieder musste ich mir eingestehen, dass ich den Reichtum, den diese Menschen in der DDR erarbeiteten, selbst nicht genügend kannte. Sie bezeugten damit – oftmals gegen Beckmessereien und Bevormundungen durch manche Kulturfunktionäre – die humanistische und sozialistische Grundstruktur unseres Lebens in diesem Staat.


Peter Michel lässt in seinem biografischen Kaleidoskop viele Schöpfer von Kunstwerken mit großem Verständnis, als kritischer Betrachter und immer sehr persönlich – teilnehmend an ihren Erfolgen und Niederlagen – Revue passieren. Der unvoreingenommene Leser wird spüren, dass hier ein von der Kunst und den Künstlern besessener Mensch, ein Denker und Gebildeter alter Schule, mit großer Lust am Werke ist und sich dem Abenteuer mutig stellt, das jede Kunst und Kunstbetrachtung bedeutet. Was er erlebt und erlebte, will er andere erleben machen, im Inneren davon überzeugt, dass ein Mensch ohne Liebe zu Kunst und Künstlern ein Banause sei. Sein Adressat ist und bleibt deshalb der Mitmensch, dem er Sinne und Herz öffnen will für die Gebilde in Farbe und Form, in Stein und in Ton, in Bronze und Eisen, Holz, Keramik und in vielen gewohnten und auch ungewöhnlichen Materialien.«


367 Seiten, 21 cm x 21cm , fester Einband, fadengebunden, farbige Abbildungen auf Bilderdruckpaper (Gewicht: 1400 g), umfangreiches Personenregister