W.I.Lenin: »Über die nationale Frage« (Teil I)

Autor*in Lenin, Wladimir Iljitsch
Artikelnr. (für Bücher: ISBN): 978-3-95514-034-2
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Reden und Aufsätze


Im Jahr 1930 veröffentlichte der Verlag der Jugendinternationale, Berlin diese Auswahl von Texten W. I. Lenins zur »nationalen Frage«.
Nach fast 90 Jahren haben die Überlegungen zur Dialektik der »nationalen Selbstbestimmung« wieder große Relevanz für Marxisten und andere fortschrittliche Kräfte.

Interessant ist, welche Auswahl die Herausgeber zu jener Zeit der Auseinandersetzung mit dem spießbürgerlichen Nationalismus trafen, den die Faschisten für sich nutzten.

Spannend ist, wie sich die Übertragungen ins Deutsche von den fein-ziselierten Übersetzungen des IML der SED (erschienen im Dietz-Verlag) unterscheiden: Lenin scheint hier polemischer, spitzer – proletarischer ?



Inhaltsverzeichnis von Teil I:

Editorische Notiz (2018)    7
Vorwort (1930)    11
Ein neues Kapitel der Weltgeschichte    15
Die soziale Bedeutung der serbisch-bulgarischen Siege    17
Chinas Erneuerung    20
Das rückständige Europa und das fortschrittliche Asien    23
Kritische Bemerkungen zur nationalen Frage    26 
Das Selbstbestimmungsrecht der Völker    72 
Anmerkungen (1930)    155
J. Stalin: Der Leninismus und die nationale Frage   (»Anstatt einer Einleitung«, 1930)



Taschenbuch,  11cm x 18cm, 175 S.






Editorische Notiz

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Lenin-Texte aus den Jahren 1912 – 1914 (im ersten Band), ins Deutsche übersetzt und zusammengestellt um 1930, wiederveröffentlicht im Jahre 2018 – diese mehr als 100 Jahre überspannende Veröffentlichungsgeschichte ist Zeichen dafür, wie Marxisten immer wieder um die Bedeutung der »nationalen Frage« für die soziale Befreiung ringen.  [...]

Die hier versammelten Texte sind in ihren konkreten Beispielen in ihrer Zeit verhaftet, fordern von den Leser*innen die Bereitschaft, hinter den Buchstaben deren geistigen Inhalt zu denken. Dennoch oder deswegen kann für Marxisten ( aber nicht nur die ! ) das Neu- oder Erneut-Lesen Lenins wichtige Denkanstöße auch in den aktuellen Auseinandersetzungen über die »nationale Frage« bringen.

Neben der »eigentlichen Aufgabe«, Texte zum Thema zu bündeln, die ansonsten in Lenins Werken verstreut sind, haben wir uns bewusst für diese Zusammenstellung aus den Jahren 1930 /31 entschieden.
Die Auswahl einer solchen Sammlung widerspiegelt – in gewissem Maße – immer auch die Zielstellung der Herausgeber. Wenn auch die Situation, in der sich die KPD und die fortschrittlichen Kräfte um 1930 fanden, nicht identisch zu der heutigen ist: sie führte zu ähnlichen Diskussionen, wie sie heute unter den Marxisten und anderen linken Kräften geführt werden. [...] Unter ähnlichen Titeln (wie »Lenin zur nationalen Frage«) erschienen ebenso Textsammlungen im Berliner Dietz-Verlag, zu einer Zeit in der sich die nationale Frage in Deutschland anders darstellte als 1930.

Auffällig ist, wie sich die Übersetzung der Texte aus dem Russischen in der »Weimarer Zeit« von denen der »DDR-Zeit« unterscheidet. Gewiss transportieren beide den gleichen Inhalt, doch unterscheidet sich die »Weimarer« Übersetzung im allgemeinen Tonfall: Sie kommt oft polemischer, spitzer, offener daher, als die eher kühl-sachliche, manchmal sehr fein ziselierte des Dietz-Verlages. Wir können nicht entscheiden, welche Übersetzung dem »Tonfall« Lenins näherkommt, dies wäre wohl Aufgabe eines Muttersprachlers. Auffällig ist es allemal und zeigt, wie Sprach-Übertragungen von der Zeit und den Umständen ihrer Entstehung, und auch ihrem geplanten Einsatz (»Bildungszirkel« oder »Parteihochschule« ) geprägt sind.

[...]

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